Gesundheitstipp Juli 2009: Bei Zeckenbissen im Zweifel zum Arzt

2. Juli 2009 | Von | Kategorie: Allgemein

Gemeiner Holzbock Eine Zecke ist in der Lage, bis zu 15 Tage an ihrem Wirt zu hängen, sofern sie nicht entdeckt und entfernt wird. Beim Biss können gefährliche Krankheiten, wie FSME oder Borreliose übertragen werden. Gegen FSME besteht ein Impfschutz, gegen Borreliose gibt es derzeit noch keine Impfung. Experten raten Menschen, die in Risikogebieten leben oder dorthin reisen, zu einer Impfung.

Entgegen einer weitverbreiteten Annahme, fallen die Parasiten nicht von Bäumen, sondern befinden sich auf Grashalmen, Buschzweigen und im Unterholz. Nicht nur Forstarbeiter zählen zu gefährdeten Gruppen, sondern jeder Hobbygärtner oder Waldspaziergänger. Lange Hosen und festes Schuhwerk können das Beißen der Spinnentiere zwar erschweren, aber nicht verhindern. Eine abendliche Untersuchung auf Zeckenbisse in den gefährdeten Gebieten ist ratsam.

Ist es zu einem Zeckenbiss gekommen, sollte man den Tieren nicht mit Öl oder Klebstoff zu Leibe rücken. Denn sie ersticken in Öl oder Klebstoff und können im Todeskampf noch Borreliose oder FSME übertragen. Vielmehr sollte man die Parasiten mit einer Pinzette gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. Ein Umkreisen mit einem Wattestäbchen kann das Herausdrehen vereinfachen oder sie fallen sogar von allein ab. Wer unsicher im Umgang mit der Entfernung von Zecken ist, sollte in jedem Fall den Arzt um Rat fragen.

Bildnachweis: Richard Barzt